Sponsoringpakete erstellen, kalkulieren und erfolgreich pitchen
Sponsoringpakete gehören zu den stärksten Umsatzhebeln im Eventmanagement. Laut Event Academy sehen 88,4 % der Event-Marketingverantwortlichen Sponsorings als ihren effektivsten Umsatzkanal. Dennoch verschenken viele Veranstalter Potenzial, weil ihre Pakete nicht überzeugen.
Der Knackpunkt: Sponsoren zahlen heute nicht mehr nur für die Platzierung ihres Logos oder ein Shout-out auf dem Podium. Sie erwarten messbaren ROI, qualifizierte Leads und authentische Markenerlebnisse. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Pakete entwickeln, die genau das liefern – und Sponsoren langfristig binden.
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Was sind Sponsoringpakete?
Ein Sponsoringpaket ist eine strukturierte Zusammenstellung von Marketingleistungen und Interaktionsmöglichkeiten, die Veranstalter potenziellen Sponsoren im Austausch gegen finanzielle oder sachliche Unterstützung anbieten. Pakete umfassen in der Regel verschiedene Sponsoring-Stufen (Sponsoring-Tiers, auch Sponsoringlevels), jede mit klar definierten Leistungen, die auf unterschiedliche Budgets und Geschäftsziele abgestimmt sind.
Betrachten Sie ein Sponsoringpaket weniger als Produktkatalog, sondern eher als Pitch: Sie zeigen klar begründet, warum Ihr Event die richtige Investition ist, um die spezifischen Ziele eines Sponsors zu erreichen.
Zur begrifflichen Abgrenzung: Neben dem Sponsoringpaket (auch Sponsorenpaket oder Sponsorship-Paket) gibt es das Sponsoring-Angebot (ein noch unverbindlicher, aber konkreter Vorschlag) und eine Sponsoring-Vereinbarung (der rechtlich bindende Vertrag, der nach der Zusage folgt).
Die Grundlage: Kennen Sie die Ziele Ihrer Sponsoren!
Veranstaltungsplaner*innen erleben einen zunehmenden Konkurrenzdruck bei der Sponsorensuche. Umso wichtiger ist es, dass Sie wettbewerbsfähige und wertvolle Sponsoringpakete erstellen, mit denen Sie sich abheben.
Unser erster Tipp: Denken Sie wie ein Sponsor! Überlegen Sie, welche Ziele Ihre Sponsoren mit der Unterstützung Ihres Events verfolgen könnten:
- Bekanntmachung eines neuen Produkts oder einer Produkteinführung
- Erschließung einer neuen Zielgruppe
- Steigerung der Markenbekanntheit bei einer bestehenden Zielgruppe
- Aufbau von Beziehungen und Vernetzung in einer relevanten Community
- Neupositionierung einer Marke, die an Dynamik verloren hat
- Ausrichtung an Corporate Social Responsibility (CSR) und ESG-Initiativen
- Aufbau von Thought Leadership in der eigenen Branche
- Datenbasierte Lead-Generierung mit qualifizierten, bewerteten Kontakten

Warum Sponsoren Ja sagen
Sponsoring steht in direktem Wettbewerb mit vielen weiteren Marketing-Kanälen – Unternehmen prüfen jede Investitionsmöglichkeit strategisch.
Drei Faktoren sind dabei entscheidend:
- Zielgruppenpassung
- der direkte Bezug zu Unternehmenszielen
- konkrete Engagement-Formate
Sponsoren wollen sicher sein, dass Ihr Event die richtigen Menschen erreicht – nicht nur viele, sondern die richtigen. Und sie brauchen konkrete Ideen, wie sie diese Menschen ansprechen können.
Ein häufiger Fehler: Veranstalter stellen das Event zu sehr in den Vordergrund. Reichweite, Geschichte und Prestige sind relevant – aber kein Selbstzweck. Generische Decks, die alle ansprechen wollen, überzeugen am Ende niemanden.

— Brad McCabe, Mitgründer und Managing Director, Sponsor Circle
Was muss ein Sponsoringpaket enthalten?
Unabhängig vom gewählten Modell sollte jedes Sponsoringpaket dieselben Grundelemente abdecken:
- Informationen zu Ihrer Organisation – Werte, Mission und Ziele
- Eventdetails – Programm, Datum und erwartete Teilnehmendenzahl
- Zielgruppendaten und -demografie – Einblicke in die Teilnehmenden und ihr Verhalten
- Sponsoringleistungen, erwarteter ROI und Preisgestaltung
- ROI-Messmethodik und Post-Event-Reporting-Ansatz
- Beispiele für Sponsoringpakete oder Ergebnisse aus früheren Events
- Visuelle Elemente, die alle Informationen zusammenführen
Betrachten Sie diese Punkte als unverzichtbare Basis. Dazu müssen Sie die einzelnen Sponsoringpakete strukturieren.
Zur Strukturierung bieten sich verschiedene Modelle an:
- Gestuft (tiered)
- À la carte
- Vollständig individuell
Gestufte Pakete, À-la-carte oder individuell: Welches Sponsoring-Modell passt zu Ihnen?
Es gibt keinen Einheitsansatz für die Strukturierung von Sponsorenpaketen. Ein Grundsatz gilt jedoch überall: Lassen Sie die Strategie – nicht die Konvention – Ihre Struktur bestimmen.
Gestufte Pakete – wann sie funktionieren und wann nicht
Das klassische Platin-/Gold-/Silber-/Aussteller-Modell ist vertraut, leicht zu vermitteln und intern leicht zu verwalten. Es ermöglicht Sponsoren, ihre relative Positionierung einzuschätzen, und bietet Veranstaltern einen klaren Rahmen für die Verwaltung von Kontingenten und Anerkennungsmaßnahmen.
Bei der Erstellung Ihres Sponsorenpakets können Sie die einzelnen Stufen bzw. Levels in aufsteigender Reihenfolge darstellen, vom niedrigsten bis zum höchsten Preis.

Schritt 1: Sponsorenstaffelung strukturieren
Oft werden für die Sponsoringstufen die Bezeichnungen Platin, Gold, Silber und Aussteller gewählt, wobei Platin die meisten Vorteile umfasst. Sie können aber auch völlig andere Namen wählen und sich dabei zum Beispiel am Thema der Veranstaltung oder an Ihrer Marke orientieren. Probieren Sie, das Event mithilfe der Sponsorenpakete ansprechend und unterhaltsam wirken zu lassen.
Beispiel: Der Veranstalter einer B2B-Tech-Konferenz wählt für die Namen der Sponsorenstufen gängige Branchenbegriffe, die die Mentalität des Veranstalters widerspiegeln und die Zielgruppe ansprechen:
„Innovator Elite”-Paket (Platin):
- Exklusives Hauptsponsoring mit Keynote-Sprechzeit
- Logo auf der Hauptbühne und in der Event-App
- Eigener Networking-Bereich auf der Messe
- Premium-Ausstellungsfläche in bester Lage
- 15 Tickets für Kund*innen und Mitarbeitende
„Tech Leader”-Paket (Gold):
- Logo in den Konferenzsälen und digitalen Medien
- Beteiligung an einer Podiumsdiskussion
- Große Ausstellungsfläche in gut sichtbarer Zone
- 10 Tickets für das Event
„Solution Partner”-Paket (Silber):
- Präsentation des Logos auf der Event-Website
- Kleine Ausstellungsfläche
- Erwähnung in der Veranstaltungsbroschüre
- 5 Tickets
„Networking Supporter”-Paket (Aussteller):
- Standardstand in der Ausstellungshalle
- Logoplatzierung in der Teilnehmermappe
- 2 Tickets
Übrigens bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die Sponsoringstufen kenntlich zu machen, z. B. durch visuelle Hinweise in Ihrer Event-App und Ihrem virtuellen Eventportal (durch Icons, Schleifen, Plaketten etc. in verschiedenen Farben). Auch bei Event Badges und in Ihrer Veranstaltungsagenda sollten Sie überlegen, wie Sie die einzelnen Sponsoringlevel hervorheben können.
Schritt 2: Paketzahl je Sponsoringstufe beziffern
Legen Sie fest, wie viele Pakete Sie auf jeder Ebene verkaufen müssen, um Ihre Umsatzziele zu erreichen. Je begrenzter die verfügbare Anzahl, desto mehr können Sie verlangen – und desto mehr Dringlichkeit erzeugen Sie, damit Sponsoren frühzeitig zusagen. Und das wiederum erleichtert Ihnen die Umsatzplanung erheblich.
Exklusivität auf den oberen Stufen schafft zudem einen Wettbewerbsanreiz: Wenn ein direkter Mitbewerber bereits einen Platz auf der höchsten Stufe belegt hat, ist das für viele Unternehmen Motivation genug, ebenfalls aktiv zu werden.
Wie bereits erwähnt: Ein gesundes Stufen-Programm hat die Form einer Pyramide: wenige Sponsoren auf den oberen Stufen mit exklusiven Vorteilen, mehr auf den unteren. Wenn sich Ihre Verteilung nicht so anfühlt, lohnt es sich, Preise und Vorteile zu überprüfen.
Schritt 3: Sponsoringleistungen den Stufen zuordnen
Ordnen Sie Ihre Leistungen nach Wert und weisen Sie höheren Stufen entsprechend mehr hochwertige Vorteile zu – aber denken Sie dabei über reine Logoplatzierungen und Bannerwerbung hinaus. Die Leistungen, die Premium-Preise rechtfertigen, sind solche, die direkt auf Geschäftsziele einzahlen: exklusiver Zugang zu Entscheidungsträger*innen, Thought-Leadership-Formate wie moderierte Sessions oder Roundtables, oder auch datengestützte Lead-Generierung, die Sponsoren qualifizierte und bewertete Kontakte liefert – sofort verwertbar und handlungsrelevant. Je höher die Stufe, desto stärker sollten Ihre Leistungen auf diese Ziele einzahlen – nicht nur in der Menge zunehmen.

— David Lutz, Managing Director, Velvet Chainsaw Consulting
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Wann À-la-carte-Modelle sinnvoller sind
À-la-carte-Modelle eignen sich am besten für Leistungen der unteren Ebene – Logoplatzierungen, Bannerwerbung, digitale Einbindungen – sowie für Kleinstinvestoren oder Organisationen mit umfangreichen jährlichen Unternehmenspartnerprogrammen.
Der entscheidende Punkt ist: Steigen Sie nicht mit einer Menükarte ein. Wenn Sponsoren eine lange Liste einzelner Assets ohne Kontext erhalten, müssen sie den Wert selbst einschätzen, was häufig zu Verwirrung oder Unterbewertung führt. Deutlich wirksamer ist ein strukturiertes Erstgespräch, gefolgt von einer gezielten Auswahl an Optionen, die direkt auf die Ziele des Sponsors abgestimmt sind.
Hilfreiche Fragen für das Erstgespräch – noch bevor Sie À-la-carte-Optionen präsentieren:
- Wer ist Ihre Kernzielgruppe, und wie erreichen Sie diese aktuell?
- Welche Marketing- oder Sponsoring-Maßnahmen haben sich für Sie bewährt – und welche nicht?
- Welche Rolle könnte unsere Veranstaltung in Ihrer diesjährigen Strategie spielen?
- Gibt es einen ungefähren Investitionsrahmen, an dem Sie sich orientieren?
Dieses erste Gespräch ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine gezielte Bedarfsanalyse – mit dem Ziel, einen weiteren Austausch zu gewinnen, in dem Sie dann eine fokussierte, relevante Empfehlung präsentieren können.
Bei der Preisgestaltung von À-la-carte-Optionen gilt: Orientieren Sie sich am bekannten Investitionsrahmen des Sponsors, aber präsentieren Sie auch eine attraktive Erweiterungsoption, die einen größeren Wirkungsradius bietet. Das schafft Kontrast, stärkt die Wertwahrnehmung und hält Premium-Möglichkeiten im Spiel, ohne den Gesprächspartner zu überfordern.
Als Mindeststandard sollte jede À-la-carte-Option so kalkuliert sein, dass sie zumindest Ihre Kosten deckt – einschließlich des Personalaufwands. Wenn Sponsoren dafür nicht zahlen möchten, stellt sich die Frage, ob diese Option überhaupt angeboten werden sollte.
— David Lutz, Velvet Chainsaw Consulting
Das Argument für individuelle Jahrespartnerschaften
Bei Ihren strategisch wichtigsten Sponsorenbeziehungen schlägt Individualisierung jede vorgefertigte Struktur. Ein Sponsor in einer Jahrespartnerschaft erhält nicht einfach einen Messestand – sondern z. B. Contentplatzierungen im Vorfeld der Veranstaltung, einen Redebeitrag, Nachbereitung nach dem Event, On-Demand-Zugang zu seinen Inhalten sowie kontinuierliche Berührungspunkte mit Ihrer Community, die die Investition weit über den Konferenztag hinaus verlängern. Der Perspektivwechsel: vom transaktionalen Denken hin zu einem Kampagnen-Mindset.
Praxisbeispiel: Ein Finanztechnologieunternehmen, das eine Jahrespartnerschaft mit einem Verband der Finanzdienstleistungsbranche eingeht, kauft nicht einfach einen Messestand auf der Jahreskonferenz. Stattdessen könnte es
- im Vorfeld gemeinsam eine Webinar-Reihe zu aktuellen Zahlungsverkehrstrends gestalten
- auf der Konferenz selbst ein exklusives VIP-Dinner für CFOs ausrichten
- das ganze Jahr über Fachbeiträge für den Newsletter des Verbands beisteuern
- und im Nachgang einen gesponserten digitalen Roundtable veranstalten.
Bei der nächsten Konferenz, ist dieses Unternehmen längst kein einfacher Sponsor mehr – sondern ein geschätzter Branchenpartner.

— Bruce Rosenthal, Corporate Sponsor/Partner-Stratege und Autor von Mastering Association Corporate Partnerships
Ideen für Sponsoring-Leistungen über den gesamten Event-Lebenszyklus
Strukturieren Sie Ihr Inventar in drei Phasen – und Sie finden mehr Möglichkeiten, Mehrwert zu liefern, und mehr Gründe für Sponsoren, in höhere Stufen zu investieren. Hier einige Möglichkeiten.
Vor dem Event
Die Sichtbarkeit von Sponsoren sollte beginnen, sobald Sie mit der Promotion Ihres Events starten. Nutzen Sie die Vorbereitungszeit, um die Markenbekanntheit Ihrer Sponsoren beim Publikum aufzubauen – noch bevor die Türen öffnen.
- Sponsor-Logo auf der Registrierungsseite und in Einladungs-E-Mails
- Social-Media-Erwähnungen und co-gebrandete Beiträge
- Hervorgehobene Speaker-Platzierung in der Vorkommunikation
- Gesponserte Gewinnspiele, verknüpft mit Registrierungsmeilensteinen
- Vorbereitende Webinare oder gemeinsam präsentierte digitale Inhalte – eine unaufdringliche Möglichkeit, vor der Veranstaltung Beziehungen zum Publikum aufzubauen
Während des Events
Hier erreicht die Sichtbarkeit von Sponsoren ihren Höhepunkt – doch die stärksten Aktivierungen gehen über Beschilderungen und Logos hinaus und schaffen Momente, die Teilnehmende aktiv erleben und in Erinnerung behalten.
- Featured Banner Ads in der Event-App und auf Beschilderungen vor Ort
- Dedizierte Sponsor-Profile in der Event-App
- Push-Benachrichtigungen mit Sponsor-Branding
- Gesponserte Live-Umfragen mit Logo auf dem Ergebnisbildschirm
- Downloadbare Ressourcen und gebrandete Materialien in der App
- Gamification-Challenges mit Pflichtbesuch am Messestand
- Terminbuchung und Vermittlung von 1:1-Meetings
- Exklusive Breakout-Sessions für ausgewählte Teilnehmergruppen
- Gesponserte Wellness-Lounges oder Ladestationen
Praxisbeispiel: Bei einer Bau- und Fertigungsmesse könnte ein Werkzeug- oder Arbeitssicherheits-Sponsor eine interaktive Demo-Zone finanzieren – so haben Teilnehmende einen Grund, den Stand gezielt aufzusuchen, und der Sponsor erhält qualifizierte, engagierte Interaktionen statt passivem Laufpublikum.
Nach dem Event
Die Nachphase ist der Bereich, in dem viele Veranstalter Sponsor-Mehrwert verschenken – und wo ganzjährige Partnerschaften wirklich glänzen.
- Sponsor-Logo in der Abschluss-E-Mail und in Umfrage-Mails
- On-Demand-Videothek mit eingebettetem Sponsor-Content
- Gesponserte Webinare oder digitale Roundtables, die Konferenzthemen fortführen – für Teilnehmende, die nicht dabei sein konnten oder tiefer einsteigen möchten
- Blogartikel oder Social-Media-Beiträge, die die Inhaltspräsenz des Sponsors noch wochenlang nach dem Event verlängern
- Post-Event-Berichte in einem Format, das Sponsor-Kontakte intern weiterleiten können
Sponsoringpakete kalkulieren: Preisgestaltung in einem sich konsolidierenden Markt
Ein wichtiger Perspektivwechsel vorab: Sponsoren finanzieren nicht Ihr Event – sie investieren, um eine Geschäftsrendite zu erzielen. Ihre Kosten sind für Ihre Umsatzziele relevant, aber keine Preisbegründung gegenüber einer Marke.
Drei Faktoren bestimmen den Preis:
- Wettbewerbsumfeld: Was verlangen ähnliche Events?
- Alternative Kanäle: Was würde es eine Marke kosten, ihre Zielgruppe anderweitig zu erreichen?
- Stärke Ihrer Zielgruppe: Je definierter, engagierter und schwerer erreichbar sie ist, desto mehr Preissetzungsmacht haben Sie.
Bewährte Preisstrategien:
- Cost-plus: Kalkulation mit dem 2- bis 3-fachen Ihrer Kosten
- Kostendeckung: Bestimmte Event-Features werden von einem Sponsor finanziert
- Wertbasiert: Preisgestaltung rund um Thought-Leadership- und VIP-Zugangsmöglichkeiten
Bei allen drei Ansätzen sind Daten entscheidend. Wer Zielgruppenverhalten, Verweildauer und Engagement-Kennzahlen nachweisen kann, verlagert das Gespräch von Kosten auf Impact – und rechtfertigt damit Premium-Investitionen.
Die eigentliche Dynamik im Markt: Sponsoren kürzen nicht pauschal ihre Budgets, sie konsolidieren. Viele erhöhen ihre Gesamtausgaben, investieren aber in weniger Partner. Das heißt: Wer messbaren Mehrwert nachweist, konkurriert nicht um Anteile an einem schrumpfenden Budget – sondern erhöht seine Chance, einer der wenigen Partner zu sein, in die ein Sponsor investiert.
— Brad McCabe, Sponsor Circle
Beispiele für Sponsoringpakete: Stufen und Preisanker für den DACH-Markt
Konkrete Paketbeispiele helfen Ihnen, Ihr eigenes Stufenmodell zu entwickeln und Preise realistisch einzuordnen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Strukturen für mittelgroße Fachkonferenzen und Branchenevents im deutschsprachigen Raum – die genauen Preise variieren je nach Eventgröße, Zielgruppe und Branche.
Bronze-Paket – Einstieg (ab ca. 1.500 €)
- Logo auf der Eventwebsite und im Programm
- Erwähnung in Social-Media-Posts vor dem Event
- 2 Freikarten für die Veranstaltung
- Eintrag im digitalen Ausstellerverzeichnis
Silber-Paket – Sichtbarkeit (ab ca. 3.500 €)
- Alle Leistungen des Bronze-Pakets
- Banneranzeige in der Event-App
- Sponsor-Profil mit Unternehmensbeschreibung und Kontaktdaten in der App
- 1 Push-Benachrichtigung an alle Teilnehmenden
- 4 Freikarten
Gold-Paket – Engagement (ab ca. 7.500 €)
- Alle Leistungen des Silber-Pakets
- Gesponserte Session oder Roundtable (30–45 Minuten)
- Lead-Capture-Tool: Zugang zu Kontaktdaten interessierter Teilnehmender
- Hervorgehobene Platzierung in Einladungs-E-Mails und Post-Event-Kommunikation
- 6 Freikarten
- Namentliche Erwähnung in der Eröffnungsrede
Platin-Paket – Partnerschaft (ab ca. 15.000 €)
- Alle Leistungen des Gold-Pakets
- Exklusives VIP-Dinner oder Networking-Event mit ausgewählten Teilnehmenden
- Co-Branding auf dem Hauptbanner und in allen Event-Materialien
- Vortragslot im Hauptprogramm
- Vollständiger Lead-Datensatz mit qualifizierten, bewerteten Kontakten
- Erwähnung im Post-Event-Bericht und in der On-Demand-Videobibliothek
- 10 Freikarten
Praxis-Tipp für Verbände und Vereinsveranstaltungen: Im deutschen Vereins- und Verbandskontext sind die Budgets oft kleiner, aber die Zielgruppen besonders homogen und hochwertig. Hier empfiehlt es sich, ein schlankes Drei-Stufen-Modell (z. B. Basis/Plus/Premium) mit klaren Leistungen und einem Einstiegspreis ab 500 € anzubieten – und gleichzeitig eine Jahrespartnerschaft als attraktive Alternative zu positionieren.
Was Sponsoren von Ihrem Sponsoringpaket wirklich erwarten
Denken Sie über Logos hinaus!
Die Leistungen, die Sponsoring-Stufen voneinander unterscheiden, haben wenig mit Loggröße oder -platzierung zu tun – was den Unterschied macht, ist Zugang und Thought Leadership. VIP-Zugang zu hochrangigen Teilnehmenden und Möglichkeiten zur Demonstration von Expertise sind die Leistungen, für die Sponsoren am ehesten bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen. Die stärksten Aktivierungen fühlen sich für die Zielgruppe bereichernd an – nicht störend. Sie bedienen ein echtes Bedürfnis der Teilnehmenden, während sie eine klare Markenbotschaft verstärken.
Einige Aktivierungsformate, die sich bewährt haben
- Sponsor-moderierte Fokusgruppen: Der Sponsor erhält ein direktes Gespräch mit potenziellen Kund*innen; die Teilnehmenden bekommen einen tiefen Einblick in ein relevantes Thema.
- Roundtable-Diskussionen, geleitet von einem Sponsor-Experten: Positioniert den Sponsor als Thought Leader und liefert gleichzeitig echten Inhaltswert.
- Kontextuelle Aktivierungen: Die stärksten Aktivierungen machen das Versprechen einer Marke in einem realen Umfeld greifbar – ihre Rolle fühlt sich natürlich und hilfreich an, ohne das Event zu stören. Beispiele: ein Cybersicherheitsunternehmen sponsert einen Datenschutz-Workshop auf einer Technologiekonferenz; ein Logistikunternehmen sponsert einen Supply-Chain-Roundtable auf einer Industriemesse; ein Gesundheits- und Benefits-Anbieter sponsert eine Wellness-Lounge auf einer Gesundheitskonferenz.
Praxis-Tipp: Bei einer Konferenz für Finanzdienstleistungen könnte ein Top-Sponsor ein privates Mittagessen für CFOs und Finanzleiter*innen ausrichten – direkter Zugang zu den idealen Gesprächspartner*innen in einem beziehungsorientierten Umfeld, statt um Aufmerksamkeit auf dem Messestand zu kämpfen.
— Bruce Rosenthal, Mastering Association Corporate Partnerships
ROI und Reporting: So messen Sie den Erfolg Ihrer Sponsoringpakete
Sponsoren wollen nicht nur wissen, dass ihre Marke zu sehen war – sie wollen belegen können, dass ihre Investition Ergebnisse gebracht hat. Ein klarer Reporting-Ansatz ist deshalb kein nettes Extra, sondern ein zentrales Verkaufsargument für jedes Sponsoringpaket.
Relevante Kennzahlen, die Sie Sponsoren nach dem Event liefern sollten:
- Reichweite und Impressionen: Wie viele Teilnehmende haben Sponsor-Inhalte gesehen oder mit ihnen interagiert?
- Lead-Qualität: Wie viele qualifizierte Kontakte hat der Sponsor generiert – und wie wurden diese bewertet?
- Session-Engagement: Besucherzahlen, Verweildauer und Interaktionsrate bei gesponserten Sessions oder Roundtables
- App-Kennzahlen: Klickrate auf Sponsor-Profile, Öffnungsrate von Push-Benachrichtigungen, Downloads von Sponsor-Materialien
- Post-Event-Reichweite: Aufrufe von On-Demand-Inhalten, Reichweite von Social-Media-Posts mit Sponsor-Erwähnung
Die wirkungsvollsten Post-Event-Berichte sind so gestaltet, dass sie intern weitergegeben werden können – kompakt genug, damit ein Sponsor-Kontakt sie direkt an die CMO oder CFO weiterleiten kann, um eine Verlängerung zu rechtfertigen.
Apropos Verlängerung: Warten Sie nicht bis dahin, um wieder in Kontakt zu treten! Sich nach Vertragsunterzeichnung zurückzuziehen und erst beim nächsten Verkaufsgespräch wieder aufzutauchen, ist einer der häufigsten – und kostspieligsten – Fehler, den Veranstalter machen. Sponsoren merken, wenn sie rein transaktional behandelt werden statt als echte Partner – und das zeigt sich in Verlängerungsgesprächen. Veranstalter, die regelmäßige Touchpoints pflegen, proaktiv kommunizieren und sich das ganze Jahr über als engagierte Partner positionieren, sind bei Verlängerungen klar im Vorteil.
— Brad McCabe, Sponsor Circle
Häufige Fehler bei Event-Sponsoringpaketen – und wie Sie sie vermeiden
Auch gut gemeinte Sponsoringprogramme können scheitern, wenn die Paketgestaltung der Strategie entgegenläuft. Die häufigsten Fallstricke im Überblick:
- Zu viel Individualisierung auf Kosten der Übersichtlichkeit. Individuelle Anpassungen sind im Topsegment wertvoll – doch zu viel Flexibilität zu früh im Verkaufsprozess sorgt für Verwirrung. Beginnen Sie mit einer klaren Struktur und passen Sie von dort aus an.
- Leistungen versprechen, die vor Ort schwer umsetzbar sind. Im Verkaufsgespräch lässt sich Premium-Sichtbarkeit leicht versprechen. Was die Umsetzung wirklich erfordert, wird dabei oft unterschätzt. Fragen Sie sich vor der Aufnahme eines Benefits in ein Paket: Können wir das zuverlässig bei jedem Event liefern?
- Pakete mit zu vielen Low-Value-Leistungen überladen. Eine lange Liste von Benefits wirkt auf dem Papier beeindruckend, verwässert aber den wahrgenommenen Wert. Wenige, hochwertige Benefits übertreffen eine lange Liste schwacher Einzelleistungen jedes Mal.
Den operativen Aufwand unterschätzen. Die Sponsoring-Erfüllung endet nicht mit der Vertragsunterzeichnung. Jede Leistung – Logo-Platzierungen, Push-Benachrichtigungen, gesponserte Sessions, Lead-Capture-Setup, Nachberichterstattung – erfordert Zeit und Koordination. Wer das nicht einkalkuliert, riskiert, Pakete zu günstig anzubieten und das Team zu überlasten.
— Bruce Rosenthal, Mastering Association Corporate Partnerships
Warum Ihre Event-Technologie ein Sponsoring-Wertversprechen ist
Sie wissen bereits: Sponsoren wollen heute insbesondere Daten, Leads und den Beweis, dass ihre Investition Ergebnisse gebracht hat. Die Technologie, die Sie wählen, ist deshalb nicht nur eine operative Entscheidung; sie ist ein zentrales Sponsoring-Wertversprechen.
- Interaktives Sponsor-Engagement: Die EventMobi Event-App verwandelt passive Sponsorings in dynamische Erlebnisse – durch gesponserte Umfragen, Gamification-Challenges, zielgerichtete Push-Benachrichtigungen und 1:1-Terminbuchung. So können Sponsoren proaktiv relevante Teilnehmer*innen ansprechen und Sichtbarkeit in konkrete, messbare Ergebnisse verwandeln.
- Lead Capture für Aussteller: Die EventMobi Lead Capture App ermöglicht es Sponsoren, individuelle Qualifizierungsfragen zu hinterlegen, Badges per Smartphone zu scannen, Leads in Echtzeit zu bewerten und Kontaktdaten direkt in ihr CRM zu exportieren. Veranstalter können Ausstellerlizenzen mit Aufschlag weiterverkaufen und so eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen.
- Event-Analytics: Bieten Sie Pakete an, die Post-Event-Berichte beinhalten: In-App-Banner-Klicks, Profilaufrufe und Session-Teilnahmen – ergänzt um Lead-Daten. Die Analysetools von EventMobi tracken das Engagement mit Sponsor-Inhalten über den gesamten Event-Verlauf und liefern exportierbare Berichte als Grundlage für Verlängerungsgespräche.
Fazit: So entwickeln Sie Sponsoringpakete, die Sponsoren immer wieder überzeugen
Sponsoringpakete, die Sponsoren tatsächlich verlängern möchten, lassen sich auf eines reduzieren: Passung. Und zwar nicht nur auf oberflächlicher Ebene, sondern als echtes Verständnis dafür, was ein Unternehmen erreichen möchte, ein dokumentierter Plan, wie Ihr Event das liefert – und konsequente Umsetzung.
Wenn Ihre Pakete klar und gut strukturiert sind, wird der Verkaufsprozess einfacher, die Umsetzung einfacher zu handhaben und Sponsoren kommen mit größerer Wahrscheinlichkeit zurück. Jahr für Jahr.
Die Strategie kommt immer zuerst. Die Tools, die Stufen, die Technik – all das dient der Partnerschaft. Wenn Sie die Grundlagen richtig hinbekommen, folgt alles andere.
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