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Lead-Capture-Tools für Events: Welche lohnen sich wirklich?

Wer Ausstellern und Sponsoren eine verlässliche Leaderfassung bieten will, steht vor einer Frage: Welches Lead-Capture-Tool passt zum eigenen Event? Wer hier die falsche Wahl trifft, riskiert nicht nur ausbleibenden Aussteller-ROI, sondern kann sich auch rechtlich angreifbar machen.

In diesem Artikel beleuchten wir verschiedene Lösungen und ihre Vor- und Nachteile, die Kosten und worauf Veranstalter unbedingt achten sollten.

Was sind Lead-Capture-Tools?

Mit Lead-Capture-Tools können Leads über digitale Geräte (Smartphone, Tablet oder spezielle Scanner-Hardware) gesammelt und weiterverarbeitet werden. 

Statt physische Visitenkarten und Notizzettel zu sammeln, scannt das Team einfach den QR-Code auf dem gedruckten oder digitalen Badge. So entsteht aus jedem Gespräch ein sauberer digitaler Datensatz.

So funktioniert die digitale Leaderfassung:

  1. Badge scannen: Lead-Capture-Tools erfassen die Kontaktdaten interessierter Besucher*innen am Stand digital, meist per QR-Code-Scan.
  2. Kontakt bewerten: Das Standteam bewertet den Kontakt sofort und exportiert ihn später für den Vertrieb.
  3. Leads exportieren: Nach dem Event werden die gesammelten Kontakte exportiert (meist als CSV-Datei) und ins CRM überführt. 
Lead-Capturing Schritte: Badge scannen, Kontakt bewerten, Leads exportieren

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie digitale Leaderfassung funktioniert und Ihre Einnahmen steigert.

Im Deutschen sprechen viele von Leaderfassung oder Kontakterfassung. Der englische Begriff „Lead-Retrieval“ meint genau dasselbe. Gemeint ist immer der gleiche Ablauf: erfassen, bewerten, exportieren.

Integrierte App, mitgebrachte Scan-App oder Leadscanner?

Für die Leaderfassung gibt es drei gängige Wege: eine registrierungsgebundene App der Veranstalterplattform, eine vom Aussteller mitgebrachte Scan-App und einen vor Ort gemieteten Leadscanner. Der wichtigste Unterschied liegt in der Datenvollständigkeit und der Kontrolle über die Daten.

Registrierungsgebundene App vs. Mitgebrachte Scan-App vs. Gemieteter Leadscanner

Welche Variante passt nun zu Ihrem Event? Werfen wir einen näheren Blick auf die Technologien sowie Vor- und Nachteile der drei Lösungen.

Registrierungsgebundene Lead-Capture-App

Die registrierungsgebundene App läuft auf einem vorhandenen Smartphone oder Tablet. Das Standpersonal scannt den QR-Code des Badges, der mit der Registrierung verknüpft ist. So ordnet die App jedem Scan echte Anmeldedaten wie Jobtitel, Land, Programmteilnahme und Formularantworten zu.

Aussteller verwalten Standpersonal, Qualifizierer und den CSV-Export selbst im Unternehmensportal. Die Datenkontrolle sowie die Pflichten aus DSGVO und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) liegen dabei beim Veranstalter.

Vorteile:

  • Aussteller erhalten echte Anmeldedaten
  • läuft auf dem eigenen Gerät des Ausstellers; es müssen keine Geräte gemietet werden
  • volle Datenkontrolle beim Veranstalter, inklusive DSGVO
  • für Veranstalter eine weiterverkaufbare Einnahmequelle

Nachteile:

  • Kostenpflichtig (Lizenzkosten)
  • Internetverbindung erforderlich, kein Offline-Betrieb
  • Je nach Anbieter keine native CRM-Anbindung, Übergabe per CSV-Export
Echte Anmeldedaten & maximale Kontrolle

Erleben Sie das Lead-Capture-Tool von EventMobi in Aktion und sehen Sie, wie einfach Leads erfasst und verwaltet werden können!

Mitgebrachte Scan-App

Bei der mitgebrachten Scan-App nutzt der Aussteller eine eigene Anwendung auf dem eigenen Gerät. Sie scannt das Badge oder eine Visitenkarte und leitet die Kontaktdaten aus den Badge-Infos ab. Solche Drittanbieter-Apps sind oft günstig oder kostenlos – dafür gibt es Mängel hinsichtlich Datenqualität und Datenschutz.

Vorteile:

  • oft günstig oder kostenlos
  • läuft auf dem eigenen Gerät des Ausstellers; es müssen keine Geräte gemietet werden

Nachteile:

  • meist nur Basisdaten des Badges, kein Zugriff auf echte Registrierungsdaten und schwankende, teils lückenhafte Datenqualität
  • rekonstruieren Kontaktdaten häufig mithilfe externer Tools zur Datenanreicherung, ohne dass die Teilnehmenden ihre Zustimmung dazu gegeben haben
  • Datenschutz und Datenkontrolle nicht beim Veranstalter, ggf. Dritt-Apps beteiligt
  • für Veranstalter keine Einnahmequelle

Gemieteter Leadscanner

Beim gemieteten Leadscanner leihen Aussteller Hardware-Geräte für die Dauer des Events. Diese Geräte liefern meist nur Basis-Kontaktdaten.

Vorteile:

  • verlässliche Basisdaten ohne eigene App-Einrichtung

Nachteile:

  • zusätzliche Hardware, deren Ausgabe und Rückgabe das Veranstalter-Team vor Ort bindet
  • Datenexport teils erst nach einem manuellen Schritt
  • kein Datenkontext aus der Anmeldung

Die drei Optionen im Überblick:

LösungDatenumfangKontrolle
Registrierungsgebundene AppKontaktdaten plus Zusatzfelder aus der Anmeldungbeim Veranstalter
Mitgebrachte Scan-Appmeist nur die Basisdaten des Badgesbeim Aussteller und Dritt-Apps
Gemieteter Leadscannerje nach Gerät, oft eingeschränktbeim Hardware-Anbieter

Der entscheidende Punkt: Nur eine Plattform, die selbst die Registrierung betreibt, kann jedem Scan echte Anmeldedaten wie Jobtitel, Land oder Programmteilnahme zuordnen. Eine mitgebrachte Scan-App oder ein KI-Badge-Scanner sieht diese Zusatzfelder nicht. 

Es können also zwar Leads (günstig) gesammelt werden, aber bei der Qualität dieser Leads müssen Aussteller Abstriche machen. Und das wiederum kann sich negativ auf ihren Erfolg auswirken – Erfolg, der entscheidet, ob ein Aussteller beim nächsten Mal wieder bucht oder nicht.  

Registrierungsgebundene Lead-Capture-App
Eine registrierungsgebundene Lead-Capture-App bietet hochwertige Daten und maximale Kontrolle.

Checkliste: Das richtige Lead-Capture-Tool auswählen

Ein gutes Tool nimmt Ihnen und Ihren Ausstellern Arbeit ab. Prüfen Sie die folgenden Kriterien. Je mehr Punkte Sie mit „Ja“ beantworten, desto weniger Aufwand entsteht am Ende.

  • Ordnet das Tool jedem Scan echte Anmeldedaten zu?
  • Funktioniert die Erfassung auch bei Andrang zuverlässig?
  • Können Aussteller ihre Qualifizierungsfragen selbst festlegen?
  • Ziehen Aussteller ihre Leads eigenständig als CSV?
  • Steuern Sie an einer zentralen Stelle, wer Zugang erhält?
  • Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) und klare Datenschutzprozesse?
Checkliste: Das richtige Lead-Capture-Tool auswählen

Was kosten Lead-Capture-Tools?

Die Kosten hängen vom Lizenzmodell und der Anzahl der Aussteller ab. Einen einheitlichen Marktpreis gibt es nicht. Gängig sind drei Modelle: Miete pro Gerät, Preis pro Person mit App-Zugang und Lizenz pro Unternehmen.

Bei der EventMobi-Lead-Capture-App gilt eine Lizenz je ausstellendem Unternehmen. Verkauft wird in 10er-Paketen ab 50 € pro Lizenz, also 500 € pro Paket. Das Standpersonal ist dabei unbegrenzt, und es fallen keine Gebühren pro Scan oder für Datenanreicherung an.

Beispielrechnung: Lead-Capture als Einnahmequelle

Ein Rechenbeispiel zeigt, wie aus der Leaderfassung Zusatzumsatz wird. Bei 40 Ausstellern kauft der Veranstalter vier 10er-Pakete à 500 €. Verkauft er jede Lizenz für 100 € weiter, bleiben bei voller Buchung 2.000 € Überschuss.

Planen Sie dabei realistisch, denn nicht jeder Aussteller bucht die Leaderfassung. Deshalb lohnt es sich, die Lizenzen fest in höhere Sponsoringstufen einzubauen. Weitere Tipps dazu finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Lead-Capture verkaufen.

Lead-Capture mit EventMobi: Hochwertige Daten für Ihre Aussteller

EventMobi Lead-Capture

EventMobi bündelt Registrierung, Badges und Leaderfassung in einer Plattform. Dadurch ist jeder Scan mit dem Registrierungsdatensatz verknüpft, und Aussteller erhalten Leads mit mehr Kontext als bei einem reinen Badge-Scan. 

Ein weiterer großer Vorteil: EventMobi erhebt und teilt bei Bedarf auch Engagement-Daten wie Session-Teilnahme, Interessen und Umfrageantworten aus der Event-App. Solche Daten existieren nur innerhalb der Event-Plattform; eine Dritt-App kann sie nicht rekonstruieren.

Die Funktionen der Lead-Capture-App auf einen Blick:

  • Scannen: QR-Code auf gedrucktem oder digitalem Badge, plus manuelle Eingabe für Ausnahmen
  • Qualifizieren: Feldtypen Textfeld, Sternebewertung von 1 bis 5, Datum und Uhrzeit, Single-Select und Multi-Select
  • Verwalten: Im Unternehmensportal steuern Aussteller Standpersonal, Qualifizierer und CSV-Export selbst.
  • Anreichern: Zusätzliche Registrierungsfelder wie Jobtitel, Land oder Engagement-Daten lassen sich für den Export auswählen.

Damit bieten Veranstalter ihren Ausstellern eine Lead-Capture-Lösung mit hochwertigen Daten – und profitieren gleich mehrfach. Durch den Weiterverkauf der Lizenzen sichern Sie sich zusätzliche Einnahmen. Und: Zufriedene Aussteller kommen wieder.

Das beste Lead-Capture-Tool für erfolgreiche Aussteller

Wir zeigen Ihnen bei einer persönlichen Demo, wie mühelos Lead-Capturing mit EventMobi funktioniert.

Häufig gestellte Fragen zu Lead-Capture-Tools

Die Kosten hängen vom Lizenzmodell und der Zahl der Aussteller ab. Gängig sind Miete pro Gerät, Preis pro Person mit App-Zugang und Lizenz pro Unternehmen. Bei EventMobi kaufen Veranstalter 10er-Pakete ab 50 € pro Lizenz und können jede Lizenz mit einem Aufschlag an ihre Aussteller weiterverkaufen. Einen festen Marktpreis für alle Tools gibt es nicht.

Für die Leaderfassung ist eine separate Lead-Capture-App nötig. Die normale Event-App enthält keine Scan-Funktion für Leads. Weisen Sie im Aussteller-Briefing frühzeitig darauf hin, welche App das Standpersonal herunterladen muss. So vermeiden Sie Verwirrung am ersten Messetag, wenn plötzlich niemand scannen kann und wertvolle Standzeit verloren geht.

In der Regel genügt ein Smartphone oder Tablet mit Internetverbindung. Damit scannt das Standteam den QR-Code auf dem Badge. EventMobi stellt keine eigene Scanner-Hardware, das Standpersonal nutzt also seine vorhandenen Geräte. Achten Sie darauf, dass die Geräte ausreichend geladen sind und am Stand eine stabile Verbindung besteht.

EventMobis Leaderfassung benötigt eine Internetverbindung und bietet keinen reinen Offline-Betrieb. Planen Sie deshalb eine stabile Verbindung am Stand ein, etwa über ein zuverlässiges WLAN oder das Mobilfunknetz. Gerade in vollen Messehallen kann die Verbindung schwanken. Sprechen Sie die Netzabdeckung frühzeitig mit dem Veranstalter oder dem Hallenbetreiber ab.

Mobiles Lead-Scanning ist sehr zuverlässig, wenn der QR-Code auf einem registrierungsgebundenen Badge gescannt wird. Die Daten stammen direkt aus der Anmeldung und landen ohne Tippfehler im System. Für Ausnahmefälle, etwa ein beschädigtes Badge, steht die manuelle Eingabe bereit. So bleibt kein Kontakt am Stand ungenutzt, auch wenn einmal etwas nicht klappt.

Nur die Plattform, die das Event selbst betreibt, ordnet jedem Scan echte Registrierungsdaten wie Jobtitel oder Programmteilnahme zu. Eine mitgebrachte Scan-App sieht meist nur die Basisdaten des Badges, etwa Name und Firma. Der Unterschied zeigt sich in der Datenqualität: mehr Kontext auf der einen Seite, oft lückenhafte Angaben auf der anderen.

Bei EventMobi ist die Zahl der Standmitarbeitenden pro Lizenz unbegrenzt. Es gilt eine Lizenz je ausstellendem Unternehmen, unabhängig von der Standgröße. Ob zwei Personen oder ein ganzes Team am Stand arbeiten, spielt für die Lizenz keine Rolle. Das macht die Kalkulation für Veranstalter und Aussteller einfach und planbar, ohne Rechnung pro einzelner Person.

Grundsätzlich ist eine Erfassung über QR-Code-Import möglich, garantiert ist sie aber nicht. Prüfen Sie eine solche Integration immer vorab, damit es am Eventtag keine Überraschungen gibt. Am zuverlässigsten arbeitet die Leaderfassung, wenn Registrierung und Erfassung im selben System laufen. Dann sind alle Daten von Anfang an sauber miteinander verknüpft und stehen vollständig zur Verfügung.

Ja, Lead-Capture lässt sich DSGVO-konform umsetzen, wenn die Prozesse stimmen. Eine registrierungsgebundene Erfassung erleichtert das, weil alle Daten in einem System bleiben. Sie müssen dennoch selbst für Transparenz, klare Zwecke, geregelte Verantwortlichkeiten und passende Löschfristen sorgen.

Erfasst werden die Kontaktdaten aus der Registrierung sowie die Antworten auf die Qualifizierer, freie Notizen, eine Sternebewertung und ein Zeitstempel. Über zusätzliche Registrierungsfelder lassen sich weitere Angaben wie Jobtitel oder Land für den Export auswählen. So erhält der Vertrieb einen vollständigen Datensatz und muss keine bereits bekannten Informationen erneut abfragen.

Die Lead-Erfassung an Messeständen läuft in drei Schritten ab. Zuerst scannt das Standteam das Badge der Besucher*innen. Dann versieht es den Kontakt mit Qualifizierern und einer Bewertung. Nach dem Event exportiert der Aussteller die Leads als CSV-Datei und übernimmt sie in sein CRM. So wird aus jedem Standgespräch ein nachvollziehbarer, weiterverarbeitbarer Datensatz.

Fassen Sie Leads so schnell wie möglich nach, solange das Gespräch noch frisch ist. Je länger Sie warten, desto eher verblasst die Erinnerung auf beiden Seiten. Sternebewertung und Notizen helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Kontakte zuerst anzugehen. Eine klare Reihenfolge sorgt dafür, dass heiße Leads nicht in der Masse untergehen und schnell eine Antwort erhalten.

Thorben Grosser

Thorben Grosser

Als studierter Event Manager und Marketer hat Thorben Grosser verschiedene kulturelle Non-Profit-Events geplant sowie bei internationalen Filmfestivals gearbeitet, einschließlich Edinburgh, Berlin und Venedig. Neben Positionen im Bereich Eventmanagement hat Thorben auch Erfahrungen als Social-Media-Manager. Während seiner Studienzeit in Schottland hat er als Assistent an dem Buch “Event Marketing” beim Verlag Wiley&Sons gearbeitet. Nach seinem Studienabschluss fing Thorben bei dem Event App Dienstleister EventMobi als Leiter des Europa-Büros an.